Zur Geschichte der Gemeinde

Die Geschichte der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Zionsgemeinde begann zum 1. Advent des Jahres 1855, als sich zwölf deutsche Einwanderer um Pastor Friedrich W.T. Steimle in einem kleinen, gemieteten Saal in der Washington Street zum Gottesdienst versammelten. Zwar gab es auch damals schon andere protestantische Gemeinden in der Umgebung, darunter sogar einige deutschsprachige. Doch allein in einer Gemeinde, in der gemäß der Heiligen Schrift und den lutherischen Bekenntnisschriften geglaubt, gelehrt und bekannt wurde, konnte das lutherische Erbe ohne Gewissensnöte fortgeführt werden. Um die reine Lehre zu bewahren, verpflichtete sich die Gemeinde damals dazu, für Gottesdienst und kirchliche Angelegenheiten ausschließlich die deutsche Sprache zu gebrauchen.

Bald schon schlossen sich zahlreiche deutsche Einwanderer der neuen Gemeinde an, welche bereits zum Mai 1856 in einen größeren Saal in der 189 Washington Street umzog, und daselbst den Namen Zionsgemeinde annahm. Bis November 1856 wuchs die Zionsgemeinde derartig an, dass sie amtlich eingetragen werden, und das bis heute in Nutzung befindliche Gebäude für $14,500 erwerben konnte. Dieses wurde bereits 1839 als holländisch-reformierte Kirche erbaut und um 1851 als Konzertsaal gebraucht, bevor es die Zionsgemeinde am 1. Advent des Jahr 1856 einweihen konnte. Mit Ausnahme der späteren neugotischen Fassade ist das Gotteshaus der Zionsgemeinde damit auch das älteste, noch in Gebrauch befindliche Kirchengebäude in Brooklyn Heights.

Unsere Orgel

wurde 1901 von der New Yorker Firma Müller & Abel als Werk #56 gebaut und kostete $8000. Es ist das größte Instrument, das sie jemals gebaut haben und hat eine pneumatische Traktur. In den 4 Abteilungen befinden sich 2437 Pfeifen mit 45 Stimmen in 38 Registern, die vom 3-manualigen Spieltisch mit geradem Pedalklavier gespielt werden. Das Instrument ist im Originalstand geblieben, bis auf einem moderneren Gebläse, das die elektrisch betriebenen Blasbalgen ersetzte. Ein Orchester-Glockenspiel wurde 1923 hinzugefügt. Im Gegensatz zu vielen Orgeln dieser Zeit sprechen auch alle Pfeifen im Prospekt.